Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung zahlt, wenn Versicherte durch einen Unfall einen bleibenden körperlichen Schaden erleiden. Eine dauerhafte Beeinträchtigung wird angenommen, wenn die Unfallfolgen voraussichtlich für länger als drei Jahre bestehen bleiben. Die Unfallversicherung sollte in erster Linie den Kapitalbedarf sichern, der nach einem Unfall besteht. Aber auch weitere Einschlussmöglichkeiten wie z.B. eine Unfallrente oder Assistanceleistungen nach einem Unfall sind denkbar.

Die Unfallversicherung leistet je nach Körperschaden einen Prozentsatz der vereinbarten Invaliditätssumme. Der Prozentsatz bestimmt sich nach einer Gliedertaxe. Danach wird bei unfallbedingtem Verlust oder unfallbedingter Gebrauchsunfähigkeit zum Beispiel

eines Daumens 20 Prozent der Invaliditätssumme

einer Hand 55 Prozent der Invaliditätssumme

eines Beines 70 Prozent der Invaliditätssumme

eines Auges 50 Prozent der Invaliditätssumme gezahlt.

Hierin unterscheidet sich die private Unfallversicherung von der gesetzlichen Unfallversicherung, welche keine Gliedertaxe zum Maßstab nimmt, sondern auf die Minderung der Erwerbsfähigkeit abstellt, wobei besonders die Funktionseinbuße berücksichtigt wird.

Die Prämie der Unfallversicherung hängt ab von der Einteilung in Gefahrengruppen. Die Gefahrengruppe A umfasst Berufe ohne körperliche Tätigkeit. Die Gefahrengruppe B umfasst Berufe mit körperlicher und gefährlicher Tätigkeit und ist demgemäß teurer.

Während Sie diese Seite lesen, ist es wieder passiert: Einer von jährlich über 8 Millionen Unfällen in Deutschland. Jeden Tag sind mehr als 20.000 Menschen am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr oder in Freizeit und Haushalt von einem Unfall betroffen. Die Mehrzahl der Unfälle geht dabei glücklicherweise glimpflich aus. Aber leider nicht immer. Ein schwerer Unfall zieht oftmals anhaltende gesundheitliche oder finanzielle Folgen nach sich. So können einmalige oder sogar dauerhafte finanzielle Belastungen entstehen.

Gefahrenherd Alltag

Die Mehrzahl der Unfälle passiert überraschenderweise im privaten Alltag. Während nur etwa ein Fünftel aller Unfälle in der Schule oder am Arbeitsplatz passieren, sind laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz Freizeit und Haushalt mit einem Anteil von rund zwei Drittel deutlich unfallträchtigere Alltagsbereiche. Die wenigsten Unfälle passieren hingegen im Verkehr. Während Unfälle am Arbeitsplatz oder auf dem Arbeitsweg durch die gesetzliche Unfallversicherung gedeckt sind, Verkehrsunfälle durch eigenständige Haftpflichtversicherungen oder die Kfz-Versicherungen reguliert werden, gibt es für private Unfälle kein Äquivalent – mit Ausnahme der privaten Unfallversicherung.

Absicherung für die Freizeit

Eine private Unfallversicherung springt dann ein, wenn ein Unfall dauerhafte körperliche oder geistige Beeinträchtigungen nach sich zieht oder sogar zum Tod führt. Sie zahlt im Falle des Falles einen vorher festgelegten Einmalbetrag oder eine monatliche Unfallrente. Bei Unfallfolgen, die nicht von Dauer sind, leistet die private Unfallversicherung ebenfalls. Der Grad der Invalidität wird dabei nach der so genannten Gliedertaxe bestimmt. Sie ist Teil des Versicherungsvertrages. Der Versicherungsschutz gilt meist für Unfälle weltweit und rund um die Uhr.

Basis und Ergänzungen

Besonders wichtig ist eine solche Versicherung für Familienernährer. Denn fällt der Hauptverdiener aus, ist durch einen Unfall schnell die finanzielle Existenz der gesamten Familie bedroht. Alleinstehende wiederum werden durch Rentenzahlungen im Falle der Fälle ebenfalls vor Existenzsorgen geschützt. Älteren bietet eine private Unfallversicherung oft zusätzliche Assistance-Leistungen. Sie ermöglichen es, den Alltag (ggf. auch des Ehepartners) selbstständig zu bewältigen. Weitere Bausteine einer privaten Unfallversicherung sind neben der meist geringen Todesfallleistung (im Vergleich zu einer Risikolebensversicherung) auch so genannte Tagegelder. Im Fall einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit wird für die Dauer einer ärztlichen Behandlung der vereinbarte Tagegeldsatz oder bei vollstationärer Behandlung von Unfallfolgen in einem Krankenhaus der Krankenhaustagegeldsatz gezahlt.

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