PKV-Tarifwechsel – Schröders Erfahrungen

6.09.2017

Erfahrungen zum PKV-Tarifwechsel, darum geht es in dieser Woche in meinem Blog.

Den PKV Beitrag in der privaten Krankenversicherung zu reduzieren, ist meist gar nicht so einfach, weiß ich als unabhängiger Versicherungsmakler, zu berichten:

PKV-Tarifwechsel

Ganz am Anfang steht eigentlich immer eine ungläubige Anfrage: „Herr Schröder, wie soll denn das gehen: gleiche Leistungen, kein Gesellschaftswechsel und dennoch deutlich den Beitrag reduzieren? – da kann doch was nicht stimmen! Geld sparen nur durch einen PKV Tarifwechsel?“

Richtig, da stimmt was nicht! Nämlich, dass die Verbraucher sehr häufig ihre Rechte nicht kennen. Und wenn nun eine Versicherungsgesellschaft mehrere, verschiedene Tarife zur Auswahl hat, die gleichartig sind, warum sollte sie dann empfehlen in den günstigeren Tarif zu wechseln, also einen PKV-Tarifwechsel vorzunehmen?

Nehmen wir an, ein Versicherter befindet sich in Tarif A und bezahlt einen Monatsbeitrag von 600 €. Die Gesellschaft unterhält einen Tarif mit ähnlichen, teilweise sogar verbesserten Leistungen und dieser Tarif B würde für den Versicherten 450 € kosten. Wäre es interessant für die Gesellschaft, dass der Versicherte in diesen Tarif wechselt? Die Antwort darf sich jeder selber geben. Ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass viele Versicherer sehr erfinderisch sind, um solche PKV-Tarifwechsel zu vermeiden.

Jeder kann doch auch einen PKW (Personenkraftwagen) nach Liste mit verschiedenen Ausstattungsmerkmalen bestellen und bezahlt Beispielsweise 25000 €. Das gleiche oder ähnliche Auto kann der Kunde aber auch mit einer Sonderausstattung zum Sonderpreis mit vergleichbaren Inhalten für 21500 € bekommen. So ähnlich verhält es sich auch mit der privaten Krankenversicherung und einem PKV-Tarifwechsel.

Wenn ich also zunächst einmal über die Grundsätze der PKV-Tarifoptimierung informiert habe, prüfe ich zunächst mit meinen Mitarbeitern, unverbindlich die Erfolgsaussichten eines PKV-Tarifwechsels. Wenn wir Einsparpotential erkennen, setzten wir uns mit dem Versicherer in Verbindung und geben vor, für welche Tarife wir Berechnungen wünschen, immer unter Berücksichtigung der erworbenen Rechte und Alterungsrückstellungen unserer Mandantschaft.

Schon hier beginnt oft die Kreativität der Versicherer. Aktuell betreue ich gerade einen Fall, da versucht ein Versicherer unsere Vollmacht einfach zu ignorieren und gar nicht erst mit uns zu kommunizieren. Hier muss ich den Krankenversicherern häufig die Verbraucherrechte erläutern, was mir aber als ehrenamtlicher Handelsrichter am Landgericht Verden nicht schwerfällt. Sie haben nämlich nach § 204 VVG ein Anrecht auf den PKV-Tarifwechsel.

Häufig ist es so, dass – je länger so ein Mandat/Vorgang geht – die Krankenversicherer immer erfinderischer werden. Da werden dann Gesundheitsfragen genannt, wo keine nötig sind, oder Risikozuschläge erhoben, wo keine zu erheben sind.

Da ist es schon wichtig, gut ausgebildet zu sein, genügend berufliche Qualifikation und Erfahrung zu haben und die Verbraucherrechte zu kennen. Zudem kann ein guter, partnerschaftlicher Kontakt zu einer sehr guten Rechtsanwaltskanzlei nicht schaden.

PKV-Tarifwechsel, das kann ich als Kunde doch selber?!

Natürlich kann jeder Verbraucher, jeder Kunde selbst versuchen, diesen Weg alleine zu gehen. Von seinem Krankenversicherer sollte man aber nicht zu viel Hilfe erwarten. Auch die Frage der Tarifunterschiede muss sich der Kunde dann selbst beantworten oder sich auf die Angaben seines Versicherers verlassen.

Ich traue mir schon zu, einen Raum zu streichen. Es wird aber sicherlich nicht so schön und gut, wie es ein Malermeister macht. Auch meine Steuererklärung würde ich wahrscheinlich selbst schaffen zu erstellen, dennoch lasse ich mich von meinem TOP-Steuerberater beraten und weiß, dass ich auf der sicheren Seite bin. Zudem spare ich noch jede Menge Zeit und Geld.

Unzählige Beratungen seit 1995, sowohl als Ausschließlichkeitsvertreter für eine große, private Krankenversicherung, als auch als unabhängiger und freier Versicherungsmakler haben mir gezeigt, dass es oft sehr hilfreich im Bereich der privaten Krankenversicherung und dem PKV-Tarifwechsel ist, sich von einem unabhängigen Spezialisten beraten zu lassen.

Gerade schließe ich wieder erfolgreich ein Mandat ab. Meine Mandantin ist bei einer sehr großen, privaten Krankenversicherung versichert. Bei vergleichbaren Leistungen kann ich den Beitrag um mindestens 215 € monatlich senken (2580 € jährlich).

Ob der Krankenversicherer wohl begeistert ist? Wohl kaum, meine Mandantin und ich schon!

Berichtet zum PKV-Tarifwechsel: Andreas Schröder

Berichtet zum PKV-Tarifwechsel: Andreas Schröder

Andreas Schröder

Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK)

Über den Autor zum Thema PKV-Tarifwechsel:

Andreas Schröder ist Inhaber der heide-assekuranz Versicherungsmakler e.K. und seit 1995 in der Assekuranz tätig. Spezialisiert hat er sich im gesamten Bereich der privaten Krankenversicherung und der PKV-Tarifoptimierung. Sein breites Fachwissen bringt er z.B. in verschiedenen IHK Ausschüssen und Arbeitskreisen, als Handelsrichter am Landgericht Verden, sowie als Dozent ein. Ebenso ist er für diese Bereiche gefragter Redner und Moderator auf den verschiedensten Veranstaltungen.

Mehr erfahren Sie auch unter: http://www.heide-assekuranz.com/andreas-schroeder/